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19. Oktober 2009
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Nach einer langen, anstrengenden Fahrt von Regensburg nach Köln sind wir endlich zum Don-Bosco-Zentrum angekommen, einer übrigens sehr schönen Location mit vielen Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten. Nach einiger Zeit trudelten alle Mitglieder ein, versammelten sich im Saal und man konnte sich einen ersten Eindruck von den neuen Gesichtern machen. Beim ersten Eindruck fiel mir auf, dass viele Mädels da waren, und das auch noch in meinem Alter. Es gab sympathische Gesichter und rätselhafte, doch der Reiz und die Neugierde, die Leute kennenzulernen, siegte.
Im Saal wurde auch das Organisatorische durchgenommen und lustige Spiele gemacht. Es war sehr amüsant und auflockernd. Nun wurden wir in Gruppen aufgeteilt. Grün, Blau, Apricot, Rot und - last but not least - mein Team Lila. Nachdem jeder Gruppe eine eigene Workshop-Aufgabe zugewiesen wurde, wurde ein Gruppenleiter gewählt. In meiner Gruppe, war ich der Gruppenleiter. Am Anfang wollte keiner die Aufgabe übernehmen. Dann hat anh Trong Anh etwas Beeindruckendes gesagt. Er meinte, dass er dies übernehmen könnte, aber er möchte, dass einer von uns „Neuen“ es übernahm, um das Gefühl von Verantwortung etc. kennen zu lernen. Daher fühlte ich mich angesprochen und übernahm die Aufgabe, die teils etwas lästig sein kann, wenn man Leute zu etwas auffordern muss, teils aber auch super viel Spaß machen kann, besonders, wenn die ganze Gruppe dich unterstützt. Für mich war es eine Ehre, dies machen zu dürfen. Und ich kann es nur weiterempfehlen, das Ruder mal in die Hand zunehmen. Durch das Übernehmen der Verantwortung stärkt man auch die Gemeinschaft. Durch unsere Aufgabe „Was zerstört eine Gemeinschaft“ lernten wir uns innerhalb der Gruppe kennen und fingen auch gleich eine lebhafte Diskussion an.
Danach fertigte jede Gruppe ein Plakat an, welches vorgestellt werden sollte. Aber da es schon sehr spät war, hatten wir es bis zum nächsten Tag aufgeschoben. Auf dem Plan war nun Taizé angesagt. Für mich persönlich war es etwas „Neues“. Deswegen war ich auch ziemlich gespannt darauf - und ich wurde nicht enttäuscht. Als wir die Kirche betraten, waren schon Teelichter und Kissen vor dem Altar vorbereitet worden. Jeder hatte die Möglichkeit, sich dort oder an den Bänken aufzuhalten. Man konnte beten, meditieren oder einfach nur abschalten. Nach einer kurzen Rede von Cha Nam begann das Taizé. Eine unglaubliche Atmosphäre, die man sonst nicht kennt. Obwohl es ziemlich spät und sehr kalt war, gab es einem Wärme und Nähe zu Gott. Man konnte in sich kehren, seine Gedanken ordnen und einfach abschalten - vom Alltagsleben weg. Cha Nam gab uns auch noch die Möglichkeit, zu beichten. Dies hat mir einfach die Last genommen. Ein Gefühl von Freiheit und Erleichterung. Als würde Gott einem neue Kraft schenken.
Nach dem Taizé waren noch viele im Saal, um Vorbereitungen für die nächsten Tage zu treffen oder einfach nur zu chillen, sich zu unterhalten, singen, lachen und sich kennen zu lernen. Doch dann war es mittlerweile 4 Uhr in der Früh. Viele sind müde und wollten nur noch in ihre Schlafsäcke.
Ein neuer Tag bricht an mit voller Elan… oder doch nicht. Zwei Stunden Schlaf war doch nicht das Gelbe vom Ei. Aber ich konnte mich bei der Vorstellung der Gruppenergebnisse und anschließenden Wettkämpfen wach halten und einfach die „Sau“ rauslassen. Die Spiel-Aktivitäten haben mir einfach soviel Spaß gemacht. Ich hatte viel Zeit, mich mit der Gruppe zu beschäftigen, aber auch die Möglichkeit, andere Leute aus den verschiedenen Gruppen kennenzulernen. Als Disziplinen gab es „Völkerball“, „Stationsspiele“ und „Porträtieren zum Kennenlernen“. Die Spiele waren abwechslungsreich und lustig.
Im Anschluss an das Mittagsessen gab es eine Verschnaufpause für jeden, um wieder Energie zu tanken. Trotz anfänglichen kleinen Problemen war die Chorprobe letztendlich doch ziemlich gut gelungen. Mir hat es sehr viel Freude bereitet, auch wenn mir ein wenig die Power gefehlt hatte. Nach der Probe fingen die Vorbereitungen für die Gestaltung von Van Nghe an. Jedes Team bekam ein Thema und schon ging’s los zur Vorbereitung. Obwohl die Zeiten dafür sehr knapp waren, wurden trotz allem kreative und sehr gelungene Vorstellungen geboten. Eine tolle Show. Sehr bewundernswert, was man in kurzer Zeit alles erreichen kann. Auch die Kreativität bei der Mr. & Ms. TNCG – Show, in der wir lustige und lebendige Outfits kreierten, war erstaunlich. Lob an alle Teams. Es war ein sehr schöner und lustiger Abend gewesen.
Schade find ich, dass die Jury zu sehr subjektiv bewertet hat und die Mühe, die jedes Team für ihre Aufführung reingesteckt hatte, nicht angemessen anerkannte. Die Stimmung und die Atmosphäre wären bestimmt noch besser geworden, wenn die Punktebewertung ausfallen würde.
Nach Van Nghe ging die Party erst richtig los. Man spielte zusammen Kicker, Billard, sang miteinander, lachte, trank und ließ den Abend einfach ausklingen. Mich hat ganz besonders die Musik-Session in der Couchecke begeistert. Gitarre, Gesang - ein Haufen Spaß und Superunterhaltung! So etwas sollte man öfters machen, bin immer noch hin und weg von dem Abend. Obwohl jeder von uns nicht viel Schlaf hatte, wollte jeder noch die vorhandene Zeit mit den Leuten verbringen. Doch irgendwann hat der Spaß leider auch ein Ende.
Der letzte Tag ist angebrochen und fing mit dem Frühstück an, um alle für den Gottesdienst in der Halle zu stärken. Schade, dass er nicht in der Kirche stattfand, denn die Atmosphäre in der Kirche wäre doch passender für einen Gottesdienst gewesen. Der Gesang musste noch in die Gänge kommen. Lag wohl bestimmt daran, dass wir alle doch noch ein wenig müde waren. Nach der Messe mussten einige Leute leider uns schon verlassen. Das folgende Feedback von allen Leuten ist eine gute Idee und, wie ich denke, auch sehr wichtig gewesen. Jedoch wurden viele Punkte öfters wiederholt und das hat ziemlich viel Zeit gekostet. Und für die Leute, die nicht die Möglichkeit dazu hatten, ihre Meinung zu hinterlassen, empfehle ich unser Forum. Die Feedbacks sind wichtig für Verbesserungen oder um Fehler/ Probleme auszumerzen. Die Siegerehrung fand im Anschluss statt. Obwohl es nur „einen Sieger“ gab, waren jedoch ALLE GEWINNER.
Ehrlich gesagt, hatte ich keine Erwartungen für diese Tage gehabt. Doch sie haben sich als große Überraschung gezeigt und mir die Chance gegeben, abzuschalten, neue Leute kennenzulernen, Spaß zu haben und auch schöne Erinnerungen sowie wertvolle Erfahrungen mit nach Hause zunehmen. Der Treff hatte mich einfach mitgezogen.
Es gab „kleine“ Situationen, die eben einen gewissen überraschenden Eindruck hinterlassen haben. Beim Essen stand ich auf und sah in die Runde. Dabei erinnerte ich mich, wie jeder noch am Freitag bei seinen Freunden aus derselben Stadt saß. Doch nun nach nur wenigen Tagen fiel mein Blick auf Gruppen unterschiedlicher Gesichter, die sich vor ein paar Tagen noch gar nicht kannten. Das fand ich sehr beeindruckend. Auch die Tatsache, dass alle herzlich, offen und freundlich waren - etwas sehr seltenes - sollte man in unserer Gesellschaft schätzen. Auch das Taizé hat mich sehr begeistert und ich würde so etwas öfters machen wollen. Ich denke, die Möglichkeit nach Taizé zu fahren, wäre sicherlich eine gute Erfahrung.
Das Thema GEMEINSAM BEWEGEN hat bei mir etwas bewirkt. Denn jeder, der etwas für die Gemeinschaft gibt, auch wenn es nicht viel ist, kann etwas erreichen. Ich freue mich auf die nächsten Treffs und auf ein baldiges Wiedersehen. ICH VERMISSE EUCH ALLE.
Euer Toni Khoa











Kommentare
Vielen Dank! Dafür kannste wieder bei der 1. Mannschaft spielen! ;-)